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Wie man den Körper nach einer Verletzung schneller heilt

Wie man den Körper nach einer Verletzung schneller heilt
  1. Die 3 Phasen der Wundheilung
  2. Erste Schritte, um Wunden schneller zu heilen
  3. Vermeiden Sie schlechte Gewohnheiten für eine schnelle Wundheilung

Wunden und Verletzungen sind schwer zu umgehen. Früher oder später sieht sich jeder einmal einer Verletzung gegenüber. Egal, ob schwere Verletzungen oder kleinere Abschürfungen und Schnittwunden, mit den richtigen Tipps und Behandlungsmethoden kann der Heilungsprozess unterstützt und beschleunigt werden. Wir zeigen einige interessante Ansätze und Hausmittel, mit denen Wunden schneller heilen. Lesen Sie weiter!

Die 3 Phasen der Wundheilung

Wunden entstehen in vielen Fällen als Folge von Unfällen. Hautverletzungen oder Knochenbrüche sind keine Seltenheit. Ein weiterer Bereich sind die geplanten Verletzungen, die mit Operationen einhergehen. Egal, welche Art von Verletzung oder Wunde vorliegt, der Heilungsprozess unterteilt sich immer in drei Phasen und ist eine Meisterleistung des Körpers.

Phase 1: Exsudationsphase - Die Reinigung

Fast im gleichen Moment mit der Entstehung der Wunde setzt die Reinigung ein. Die Wunde beginnt zu bluten, damit Schmutzpartikel und Keime herausgespült werden. Ein hoher Blutverlust ist jedoch für die Stabilität des Kreislaufes nicht von Vorteil, weshalb nach kurzer Zeit in der Regel die Blutgerinnung einsetzt. 

Für diesen Prozess sind die weißen Blutkörperchen enorm wichtig. Eine niedrige Anzahl kann für eine langsame Wundheilung verantwortlich sein. Die Wunde blutet jetzt nicht mehr, stattdessen setzt der Körper Wundsekret ab, das dafür sorgt, dass alte Zellen und Keime weiter ausgespült werden. Die erste Phase dauert gewöhnlich drei Tage.

Phase 2: Granulationsphase - Die Reparatur

Ist die erste Phase abgeschlossen, setzt die Reparatur ein. Die Heilung der Blutgefäße und der Haut beginnt vom Rand der Wunde und arbeitet sich langsam bis zum Mittelpunkt vor. Der Körper bildet Kollagen. Dieser Eiweißstoff des Bindegewebes und der Haut sorgt dafür, dass sich die Wunde langsam schließt. Dabei ist die kräftige rote Färbung auffällig, denn die Gefäßdichte in der neu gebildeten Hautschicht ist besonders hoch. Bei vielen Wunden bildet sich jetzt die Schorfkruste, die aus getrockneten Blutkörperchen und Blutplasma besteht. Sie schützt die Wunde. Dieser Prozess dauert normalerweise bis zu 10 Tage.

Phase 3: Epithelisierungsphase - Regeneration

Die Wunde ist jetzt geschlossen. Die Regenerationsphase stärkt das Gewebe. Die Bildung neuer Blutgefäße nimmt ab, was zu einer Verminderung der roten Färbung führt. Das Narbengewebe entsteht in dieser Phase, die je nach Größe der Verletzung bis zu drei Monaten dauern kann.

Erste Schritte, um Wunden schneller zu heilen

Mit einigen mitunter einfachen Tipps erreichen Sie, dass eine Wunde schneller heilen kann. Lesen Sie die folgenden Ratschläge aufmerksam, um für kommende Verletzungen gewappnet zu sein.

Richtige Reinigung bei äußeren Wunden

Die ersten Maßnahmen, die Sie ergreifen, sind ausschlaggebend für eine schnelle Heilung. Blutet die Wunde noch, sollte man idealerweise mit der Reinigung warten, bis das Blut gerinnt und die Wunde anfängt, sich zu schließen.

Jetzt kann die entsprechende Stelle gereinigt und desinfiziert werden. Kaltes Wasser oder ein Aufguss aus Kamille sind bestens geeignet für das Reinigen. Danach kann die Wunde mit einem Desinfektionsmittel ohne Alkohol desinfiziert werden. Die Hände sollten unbedingt sauber sein.

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Hausmittel für die Wundheilung

Einige Hausmittel, die fast jeder im Erste-Hilfe-Schrank hat, können Wunden schnell heilen. Dazu zählen beispielsweise:

  • Honig: Er besitzt entzündungshemmende und antiseptische Eigenschaften. Apotheken verkaufen speziellen Medi-Honig, der für rein medizinische Zwecke hergestellt wird.
  • Arnikasalbe: Sie wirkt entzündungshemmend und gleichzeitig schmerzlindernd. Die Salbe kann ebenfalls wunderbar bei Schwellungen und Muskelverspannungen angewendet werden.
  • Teebaumöl: Auch Teebaumöl wirkt entzündungshemmend und antiseptisch und kann sehr dünn auf die geschlossenen Wunden aufgetragen werden.
  • Zinkpaste: In der Zinkpaste ist der Wirkstoff Zinkoxid enthalten, der entzündungshemmend wirkt und die Narbenbildung verringert.
  • Aloe Vera: Aloe Vera kann auch bei Verletzungen eingesetzt werden. Es ist als Gel oder Salbe erhältlich. Das Gel lindert Schmerzen und wirkt gegen Entzündungen. 

Mit der richtigen Ernährung die Heilung unterstützen

Wie heilen Wunden schneller, fragen sich viele Betroffene. Die richtige Ernährung ist ein Schlüssel, um die Wundheilung von innen heraus zu fördern. Gerade bei tieferen Wunden oder inneren Verletzungen ist eine optimale Ernährung besonders wichtig. Zur Zellerneuerung benötigt der Körper viele Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. 

Wer sich also fragt “Wie heilen tiefe Wunden schneller”, sollte die Ernährung unbedingt im Blick haben. 

An der Wundheilung sind vor allem Eiweiß, Zink und Kupfer beteiligt. Eiweiß unterstützt die Wunde bei der Abheilung. Zink wirkt sich positiv auf die Zellerneuerung aus und Kupfer unterstützt die Neubildung der Blutgefäße. In die tägliche Diät sollten Sie also unbedingt Fisch, Milchprodukte, Nüsse, Käse und Hülsenfrüchte aufnehmen. Haferflocken sind ebenfalls reich an Kupfer und Zink.

Vermeiden Sie schlechte Gewohnheiten für eine schnelle Wundheilung

Natürlich gibt es auch einige Gewohnheiten, die eine schnelle Heilung bremsen. Dazu zählen beispielsweise Kälte und Austrocknung. Entgegen dem Volksmund ist es für Wunden nicht günstig, an der Luft zu trocknen. Befinden sich Fremdkörper in der Wunde, hindert das gleichfalls die Heilung. Einige Medikamente haben ebenfalls einen negativen Einfluss. Hier sollte bei größeren Wunden am besten mit einem Arzt besprochen werden, welche Medikamente zu vermeiden sind.

Beachten Sie die Punkte, die wir in unserem Artikel besprochen haben, dann heilen Ihre Wunden und Verletzungen schneller aus als zuvor. Teure Cremes und Salben sind nicht immer notwendig, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Eine gute Reinigung und Desinfektion, Hausmittel und eine stärkende Ernährung können viel ausrichten.